über uns

Selbstverständnis

268_FESH by foto@graser1.deDie FESH ist eine staatlich anerkannte Privatschule, die vor mehr als 25 Jahren gegründet wurde. Es gab zahlreiche Ortswechsel, bis wir schließlich in Hannover Bothfeld in zwei großen ehemaligen Kasernen-Gebäuden mit einer Sporthalle unseren Platz gefunden haben.

FESH steht für Freie Evangelische Schule Hannover. Das ist unser Selbstverständnis:

Frei: Wir sind eine private und keine staatliche Schule, auch wenn sich der Unterricht an den staatlichen Lehrplänen orientiert. „Frei“ heißt auch, dass wir für die Gebäude, die Betriebskosten und die Gehälter des nicht-pädagogischen Personals selbst aufkommen müssen und darum ein einkommensabhängiges Schulgeld von den Eltern verlangen müssen.

Evangelisch: Das Evangelium von Jesus Christus ist Grundlage unseres pädagogischen Handelns und des Miteinanders an der Schule. Die Schüler sollen Orientierung an christlichen Werten finden. Wir sind an keine Kirche gebunden. Die Lehrerinnen und Lehrer sind überzeugte Christen, haben ihre geistliche Heimat aber in ganz unterschiedlichen Gemeinden.

Schule: Das umfasst bei uns eine zweizügige Grundschule und eine Kooperative Gesamtschule (KGS) bis zur Klasse 10, an der alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden können. Die Besonderheit der KGS ist die Durchlässigkeit: Ein Wechsel zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium ist leicht möglich.
Seit Sommer 2015 bieten wir die Gymnasiale Oberstufe an. Der Weg bis zum Abitur ist nun auch in der FESH möglich.
Mit den Schwerpunkten:

  • sprachlich
  • gesellschaftswissenschaftlich
  • mathematisch-naturwissenschaftlich

Hannover: Bedeutet mehr als unseren Standort im Stadtteil Bothfeld-Vahrenheide. Unser Einzugsgebiet geht weit darüber hinaus und umfasst die ganze Landeshauptstadt und die Region Hannover.

Die rund 500 Schülerinnen und Schüler der FESH werden von 40 Lehrkräften unterrichtet, die Klassengröße liegt bei durchschnittlich 25. Die Schüler werden ihren Begabungen gemäß im kognitiven, sozialen und emotionalen Lernen gefördert. Sie bekommen Gelegenheit, ihre musischen und kreativen Fähigkeiten zu entwickeln. Alle Schüler der KGS werden durch Betriebspraktika auf das Berufsleben vorbereitet.

Vorstand

Die Mitglieder M.-Köther_Ausschnitt-216x250des Trägervereins der FESH wählen für vier Jahre aus ihren Reihen den Vorstand, der die Leitung des Vereins wahrnimmt. Neben den gewählten Vorstandsmitgliedern gehören die Schulleitung, die stellv. Schulleitung und die Verwaltungsleitung kraft Amtes dem Vorstand an.

Der Vorstand entscheidet über alle Angelegenheiten des Trägervereins, die nicht ausdrücklich bei der Mitgliederversammlung des Vereins liegen. Neben der Aufstellung und Ausführung des Haushalts, der Einstellung von Mitarbeitern und der Vertretung des Vereins in der Öffentlichkeit achtet der Vorstand auf die strategische Ausrichtung der Vereinsarbeit auf das Vereinsziel, eine freie evangelische Schule in Hannover zu betreiben, in der Schülerinnen und Schüler nach dem christlichen Menschenbild erzogen und gefördert werden.

Der Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern:

  •  Martin Köther (1. Vorsitzender, siehe Foto)
  • Manfred Eickmann (2. Vorsitzender)
  • Christa Otte-Welsch (Schriftführerin)
  • Dirk Schumann (Schatzmeister)
  • Christiane Kirsch
  • Siegmund Elm (Schulleiter)
  • Charlotte Böse (stellvertretende Schulleiterin)
  • Wiebke Flock (Verwaltungsleiterin)

Trägerverein

Trägerverein der FeshDer Trägerverein der FESH wurde im September 1986 gegründet. Ihm gehören Eltern von Schülern (auch ehemaligen), Lehrkräfte (auch ehemalige) und andere Menschen an, denen die Schule am Herzen liegt. Die Mitglieder sind Christen aus verschiedenen landeskirchlichen und freikirchlichen Gemeinden Hannovers. Der Trägerverein ist nicht nur verantwortlich für den organisatorischen Rahmen des Schulbetriebs, seine Mitglieder beteiligen sich darüber hinaus an der Gestaltung des Schullebens.

Mitglied des Trägervereins kann werden, wer die Aufgaben und Ziele des Vereins fördern möchte. Das kann durch Gebet, Spenden oder durch praktische Arbeit in der Schule geschehen. Besonderer Erfahrungen und Fähigkeiten oder persönlicher Kontakte sind zur Unterstützung der Arbeit der FESH immer willkommen.

Leitbild

Wir sind Christen, die sich in ihrem Handeln am biblischen Menschenbild orientieren. Das Evangelium von Jesus Christus und die Vermittlung christlicher Werte sind Grundlage für pädagogisches Handeln und soziales Miteinander in unserer Schule.

Jeder Mensch ist mit seinen Gaben, Möglichkeiten und Grenzen ein einzigartiges Geschöpf Gottes. In diesem Bewusstsein begegnen sich Schüler, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter(*) und können einander annehmen. Unsere Schüler sollen in der Orientierung an christlichen Werten Lebenshilfe erfahren. Dies geschieht in Andachten, Gebetskreisen und Gottesdiensten zum Kirchenjahr. Hier wird dazu eingeladen, den Glauben an Jesus Christus für das eigene Leben zu entdecken.

Im Vertrauen auf Gott und sein Wort begegnen wir den Herausforderungen und Veränderungen, die unser Schulleben beeinflussen.

Im Aufbau und im Alltag der FESH haben wir viele gute Erfahrungen gemacht, aber auch Zeiten der Unsicherheit und des Umbruchs erlebt. Das Wissen um Gottes Handeln, wie wir es aus der Geschichte Israels und der Kirche kennen und wie wir es selbst erlebt haben, gibt uns Zuversicht und Hoffnung. Diese Erfahrungen wollen wir an die Schüler und ihre Eltern weitergeben.

Beziehungen zu erleben und einzuüben hat in unserem Schulleben einen zentralen Stellenwert. Christliche Werte tragen wesentlich zum Gelingen von Beziehungen bei und fördern die Identitätsbildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Der tägliche Morgenkreis mit Gespräch, Andacht und Gebet ermöglicht uns, einander besser kennen zu lernen, Konflikte zu klären und aktuelle Anliegen aufzugreifen. Bei gemeinsamen Aktionen wie FESH-Nachmittagen, Projekttagen und dem Pausenfrühstück übernehmen die Schüler füreinander Verantwortung und erleben Zeit miteinander. In klassen- und jahrgangsübergreifenden Projekten wird das gemeinsame Schulleben über den Unterricht hinaus gestaltet, musische und kreative Fähigkeiten werden gefördert. In der Schulgemeinschaft gehen wir freundlich und respektvoll miteinander um. Wir lernen, Gesprächsfähigkeit zu entwickeln und uns in Stärken und Schwächen zu achten und zu ergänzen.

Unsere Schule lebt durch die intensive Zusammenarbeit von Trägerverein, Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern, Eltern und Schülern, Haupt- und Ehrenamtlichen. Dabei sind uns herzliche Gastfreundschaft, kreative Festkultur und die ästhetische Gestaltung der Schule wichtig.

Gottesdienste, Schulfeste und andere Veranstaltungen werden von allen Beteiligten mit großem Engagement vorbereitet und durchgeführt. Wir streben ein enges Zusammenwirken zwischen Schülern, Eltern und Lehrern durch intensive Gespräche und Hausbesuche an. Wir legen Wert auf saubere, schön gestaltete Räume und Flure. Dies schafft eine Atmosphäre, die uns und unseren Gästen gut tut.

In unserer pädagogischen Arbeit fördern wir die Schüler gemäß ihrer Begabungen und Fähigkeiten in allen Bereichen der Persönlichkeit.

Wir gestalten den Unterricht inhaltlich und methodisch so, dass die Schüler angemessen gefordert und gefördert werden. Dies erreichen wir durch äußere und innere Differenzierung, durch Kurse mit unterschiedlichen Anforderungen sowie durch Zusatzangebote wie Arbeitsgemeinschaften. Dabei arbeiten die Lehrkräfte eng mit den Schülern und ihren Eltern zusammen, um durch Informationsaustausch und Beratung eine intensive Begleitung der kognitiven, sozialen und emotionalen Lernprozesse zu ermöglichen. Es ist unser Ziel, alle Schüler durch mehrere Betriebspraktika in Zusammenarbeit mit Firmen und öffentlichen Einrichtungen auf das Berufsleben vorzubereiten.

Fester Bestandteil unseres Lehrplans ist es, mit den Schülern systematisch ein selbstständiges und effektives Lernverhalten zu erarbeiten.

Neben der Vermittlung von Lerninhalten geben wir den Schülern Lernmethoden und –strategien an die Hand, mit denen sie Informationen beschaffen, verarbeiten, strukturieren und präsentieren können. In der Grundschule werden diese Kompetenzen angebahnt und in der KGS nach einem für die ganze Schule verbindlichen Plan an Projekttagen systematisiert und erweitert, damit die Schüler sie in allen Fächern nutzbringend anwenden können.

Stand: 02/2015

* Für die bessere Lesbarkeit wird im Text darauf verzichtet, die männliche und weibliche Form zu verwenden.

Chronik

Chronik30 Jahre FESH –30 Jahre mit tausend Gründen Gott zu danken!

Von Burkhard Hasenpusch

 Im Juni 2014 feierte die FESH ihr 25jähriges Jubiläum. 25 Jahre Freie Evangelische Schule in Hannover – das bezieht sich auf 25 Jahre Schulbetrieb seit dem Einzug der ersten neun Lernanfänger in die Blaue Schule in Bemerode.

Das ist aber nicht die ganze Geschichte. So, wie der Geburt eines Kindes die Schwangerschaft vorausgeht, so hatte auch die „Geburt“ der FESH im Jahr 1989 einen langen, wechselvollen Vorlauf. Schon 1980 gab es erste informelle Gespräche über eine evangelische Schule in Hannover. Gerd Samlow und Frank Klautke waren unter den Männern „der ersten Stunde“. Seit 1981 kam dieses Thema immer wieder in den Treffen der Evangelischen Allianz Hannover zur Sprache, mit Günter Steinberg als hartnäckigem Verfechter dieser Idee. Und seit 1984 wurden in unregelmäßigen Abständen Info-Briefe versandt, um Lehrkräfte, Mitstreiter und Eltern potentieller Schüler zu gewinnen und „bei der Stange“ zu halten.

1986 wurde dann der Trägerverein gegründet, der sich noch „Verein zur Errichtung einer Freien Evangelischen Schule in Hannover“ nennen musste, weil es ja noch nichts gab, was er hätte „tragen“ können – da war das Registergericht unerbittlich. Aber im Sommer 1989 war es dann soweit: Die FESH erblickte das Licht der Welt, und die Welt konnte die FESH erblicken, mit allen Licht- und Schattenseiten.

Die ersten zehn Jahre waren immer wieder Zeiten der Freude, der intensiven gemeinsamen Arbeit, des Feierns und Dankens, meistens aber auch des finanziellen Mangels und der Ungewissheit über die Fortführung der Schule. Ohne eigene Räume waren wir auf das Wohlwollen des Schulamtes der Landeshauptstadt Hannover als Vermieter angewiesen, das uns zwar durchaus entgegengebracht wurde, aber eben im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und Bedürfnisse. Das führte zu mehrfachen Standortwechseln. Insgesamt gab es sechs Standorte in Hannover und Langenhagen, an denen „fesher“ Unterricht erteilt wurde – zeitweise sogar an dreien gleichzeitig. Nicht einfach !

Zu diesen Anspannungen durch die äußeren Verhältnisse kamen nach fünf Jahren auch innere Spannungen und Auseinandersetzungen über Ausrichtung und Führungsstil der FESH. Zeiten des Streits, der zu einer Spaltung des Trägerkreises und zunächst zu einem deutlichen Rückgang der Schülerzahl führte, der aber – Gott sei Dank – weitgehend überwunden und vergeben wurde.

Seit Ostern 1999 ist die FESH in Bothfeld zu Hause. Die ersten Jahre waren eine Zeit reger Bautätigkeit und des Ausbaus zu einer zweizügigen Schule mit zehn Jahrgängen. Sie brachten den notwendigen, aber manchmal schwierigen Wandel vom „Familienbetrieb“, in dem jeder jeden kennt, fast jeder fast jeden mag und fast jeder fast alles gibt, zu einem „fast normalen“ mittelständischen Unternehmen mit rund 2,5 Millionen € Jahresumsatz. Das ging nicht ohne Wachstumsschmerzen, strukturelle Anpassungen und eine deutliche Veränderung der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft mit Auswirkungen auf Schulleben und Unterrichtsgestaltung: Die FESH wurde eine „fast normale“ Schule, in der christlich geprägte Schüler eine (wenn auch verhältnismäßig große) Minderheit sind und ein gewisser Anteil der Schüler aus problembelasteten Familien kommt – ganz so wie an anderen Schulen.

Wie gesagt, die FESH ist heute fast eine normale Schule. „Fast“ ist dabei das entscheidende Wort: Die Ausrichtung auf das Evangelium und das Vorleben der Frohen Botschaft im Schulalltag muss das erkennbar Besondere der FESH bleiben, trotz und gerade wegen aller Normalität. Sie sind das wesentliche Alleinstellungsmerkmal der FESH in der hannoverschen Schullandschaft.